Jun

15

Posted by : krohmie | On : 15.6.2014

Auch wenn man eigentlich niemals genug 50er haben kann, so empfand ich es doch mittlerweile schon fast als dekadent vier 50mm Objektive daheim herumstehen zu haben. Auf die M9 passt nur jeweils eines, und das ist seit einigen Monaten meistens mein 50ger Summilux von 1979.

Auf der Arbeit erwarb ein fotografiebegeisteter Kunde von mir eine gebrauchte M3 aus dem Jahr 1966 und hatte kein Objektiv dazu …

Da bot es sich dann an, die M3 mit meinem Summicron zu vermählen:

Summicron + M3

Das neue Paar: Leica M3 + 1962er Summicron rigid

So zog es nun dahin, das geliebte 50ger Summicron, mein erstes Leicaobjektiv. Mit der M3 hat es nun ein neus Leben mit einem zeitgenössischen Partner!

Auf Wiedersehen!

Mrz

15

Posted by : krohmie | On : 15.3.2013

Manchmal lohnt es sich, wenn man den Blich vom Boden löst und einmal nach oben schaut. Heute mittag ermutigte der strahlend blaue Himmel dazu.

Gesehen mit der Leica M8 und dem Canon 35mm 2,8 LTM.

Aufwaerts 1Das Kirchheimer Rathaus

Aufwaerts 2
Baum in der Dreikönigstrasse

Aufwaerts 3
Baustelle in der Marktstrasse

 

Mrz

12

Posted by : krohmie | On : 12.3.2013

Der erste Flug dieses Jahres am letzten Sonntag im Spätnachmittaglicht zeigte ein eindrucksvolles Licht- und Schattenspiel über Grossbottwar und dem Mainharder Wald.

Late afternoon ligth

Beteiligt: Grob 109b und Leica M8 mit Canon 35 2,8 LTM @ Blende 5,6

 

Mrz

11

Posted by : krohmie | On : 11.3.2013

Heute in unserer schönen Kirchheimer Innestadt gesehen. Dieser Parkplatz war aufgrund des Regens weitestgehend leer. Fahrradparkplätze finden in sich der Innenstadt an verschiedenen Stellen. In der Regel dort, wo die verkehrberuhigte Zone aufhört und die Fussgängerzone mit Radfahrverbot beginnt.

Bike parking

Bike Parking only
Leica M8 mit Canon 35mm 2,8 LTM @ Blende 2,8

Mrz

16

Posted by : krohmie | On : 16.3.2012

Da meine M8 noch in der Kameraklinik weilt habe ich mein auf der Fellbacher Fotobörse erhandeltes Summar heute zur Probe an die Olympus Pen geschnallt.

Die unvergütete Optik aus dem Jahre 1934 zeichnet auch bei Offenblende in der Bildmitte schon ausreichend scharf. Sie hat allerdings einen recht geringen Kontrast und eine eher kalte Farbdarstellung verbunden mit einer massive Neigung zu Überstrahlungen.

Summar - Schönheiten auf der Bastion

Eis auf der Bastion
Olympus Pen mit Summar 2,0 50mm @ Blende 2,0

Abgeblendet ist die Schärfeleistung durchaus gut und die Überstrahlungen nehmen merklich ab.

Summar - Altes Forsthaus

Das Alte Forsthaus
Olympus Pen mit Summar 2,0 50mm @ Blende 5,6

Die Farbdarstellung dieses Objektivoldies führt an der Olympus Pen zu einem eher analogem Bildeindruck.

Summar - Chillen im Martinskirchhof

Chillen im Martinskirchhof
Olympus Pen mit Summar 2,0 50mm @ Blende 5,6

Ursache ist hier wohl auch der geringe Kontrast der Optik, der zu Bildern mit einer insgesamt recht niedrigen Farbsättigung führt.

Summar - Red Light

Red Light
Olympus Pen mit Summar 2,0 50mm @ Blende 2,0

Mrz

02

Posted by : krohmie | On : 2.3.2012

Da die M8 in der Kameraklinik weilt tröste ich mich gerade mit der kleinen entfernten Messucherverwandten Revue 400 SE. So ist jetzt endlich nach 5 Monaten der erste abgelagerte Film vom Flohmarkt voll geworden.

Und siehe da die Kleine macht richtig anständige Bilder:

Old Bike with Revue 400SE

Old Bike

Autumn Car wuth Revue 400SE

Autumn Car

 Blue Box with Revue 400SE

Blue Box

Die Kleine ist zwar keine Leica M, aber sie macht durchaus auch Spass und das zu einem absolut unschlagbarem Preis.

Feb

24

Posted by : krohmie | On : 24.2.2012

Leica M8 mit Canon 50mm 1,2 LTM Leica M8 mit Canon 50mm 1,2 LTM

Beim Aufstehen im Cafe passierte es:
Die M8 mit dem 50ger Canon bewegte sich ungesteuert auf den Steinfussboden zu und schlug dann ungebremst ein.

Optisch schien alles heile, auch die Kontrolle des Messuchers ergab zunächst keinen Befund.

Nach dem Einschalten löste die Kamera dann noch einmal aus und  versuchte danach unendlich bis zum „Shutter fault“ den Verschluss zu spannen. Hier half auch ein mehrmaliger Akkuwechsel nicht mehr weiter.
Letztes Bild M8

Dieses letzte mit Blende 1,4 entstandene Testfoto zeigt zumindestens, das der Messucher noch korrekt angezeigt hat. Die Schärfe liegt da wo sie hinsollte.

Die  kleine Schwarze ist nun unterwegs zum Leica Customer Service in Solms und ich kann nur hoffen, das sie geheilt werden kann und die Mitarbeiter dort auf der Kamera-Intensivstation sie nicht vergolden!

Den Traum von einem 35ger 1,2er Nokton als Ergänzung zum Canon kann ich mir nun wohl erstmal abschminken. :-((

Nachtrag 29.02.2012:

Heute kam Nachricht von der privaten Kameraklinik in Solms:

Die Kleine ist schwerstkrank aber durch eine Verschlusstranspantation heilbar. Leider übernimmt die Krankenkasse nicht die Kosten diesr Behandlung. Die privaten Abrechnungssätze der Kameraklinik sind auch ziemlich happig. Trotzdem werde ich ihr diese Behandlung gönnen.

Okt

20

Posted by : krohmie | On : 20.10.2010

Ich habe ja nun schon so einiges an Kameras hinter mir.

Und es waren einige Messucherkameras dabei, die extrem Lchtstarke Yashica Lynx 14 E mit ihrem 45mm 1,4er Yashinon, eine Vivitar mit 40mm 1,7 in meinen Jugendjahren, die Leica CL als Einstieg ins M-System und in Folge digital eine M8.

So sagte ich gestern (mit 4 Kameras aus 3  Systemen im Haus) zu meiner Frau, das es ja nun reicht und nun erstmal keine Kamera mehr gekauft wird. Ein Vorsatz der genau bis heute Nachmittag um 17:33 Uhr hielt. Da schleppte meine Frau mich in den hiesigen Diakonieladen um dort einen Webrahmen zu erstehen. Und da in einer Vitrine war sie, hinten in der Ecke, flehte mich aus ihre Lederbereitschaftstasche an und rief:

„Erlöse mich, benutze mich, das mein Verschluss wieder rennt und meine Blende nicht verharzt!“

Ich versuchte mich zu wehren und der Versuchung zu widerstehen: „Ich brauche Dich nicht, ich habe schon mehr Kameras als ich tragen kann! Und noch eine analoge Kamera, das ist zuviel des Guten!“

„Erinnere Dich an die Liebe deiner Jugendzeit, die kleine Vivitar, die  immer dabei war … Noch heute hast Du Bilder aus ihr – und ich bin nicht teuer. Ich bin billig und willig!“ lockte mich die kleine Schwarze und mein Blick ging zur Verkäuferin, die mich ermutigte sie herauszunehmen aus ihrem gläsernen Gefängnis. Nun ja, was soll ich sagen:

Revue 400SE 1
Revue 400SE mit Revuenon 40mm 1:1,7

Da hatte sie gewonnen die schicke kleine Schwarze, vor allem als ein kurzer Check ergab, das der Belichtungsmesser noch zuckte und der Verschluss ging. Auch die Blendenautomatik funktionierte noch.

Die Blendenautomatik ist leider auch die Archillesverse der 400SE (und ihrer kleineren nicht so lichtstarken Schwestern). Wenn die Blende verharzt ist öffnet sie beim Durchdrücken des Auslösers gar nicht mehr oder nur teilweise und die Bilder werden nichts.  Deshalb ist die Funktion der Blende bei dieser Kamera immer zu prüfen. Die Blende kann man bei der 400SE  nicht manuell einstellen, sie wird immer automatisch gebildet zur vorne am Objektiv voreingestellten Zeit. Eine Belichtungskorrektur kann nur über die Umstellung der Filmempflichkeit (unten vorne am Objektiv) erfolgen.

Zum Blitzen hat die Kamera eine einfache aber geniale Blitzautomatik. Man stellt an einem zweiten Ring die Automatik ab und die Leitzahl des Blitzes für die jeweilige Empfindlichkeit ein. Die Kamera öffnet dann die Blende entsprechend der mit dem Messucher eingestellten Entfernung.

Revue 400 SE 2

Die Revue 400 SE von oben

Vom Gehäuse aus gut zu sehen:
– Der Ring für die Blenden- bzw. Blitzautomatik, an dem ggf. die Leitzahl des Blitzes eingestellt wird.
– Die Entfernungseinstellung.
– Und der Ring zur Zeitenwahl vorne am Objektiv.

Der Messucher hat keine Parallaxenkorrektur, für den Nahbereich gibt es nur Markierungen, die etwa den Bildausschnitt zeigen. Die jeweils von der Automatik eingestellte Blende wird rechts im Sucher angezeigt.  Der Mischbildentfernungsmesser ist gut sichtbar, der Sucher und das Mischbildfeld aber wesentlich kleiner als der Sucher einer Leica CL oder gar einer Leica M.

Das Gehäuse ist sehr solide aus Messing gearbeitet und die Kamera liegt gut in der Hand. Das Filmeinlegen ist dank aufklappbarer Rückwand (Entriegelung wie bei vielen alten Kameras durch Herausziehen der Rückspulkurbel)  und Dreischlitzspule ein Kinderspiel.

Der erste Film ist drin und die Kleine darf nun bald zeigen, was sie kann.

Zum gutem Schluss noch ein paar Kleinigkeiten:

Die Kleine hat Messwertspeicherung. Wenn man den Auslöser nicht ganz durchdrückt wird die Blende eingestellt und diese Einstellung bis zum Auslösen oder wieder Loslassen gehalten.

Sie braucht 675er Quecksilberbatterien. Diese gibt es nicht mehr! Aber 675er Zink/Luft Hörgerätebatterien sind ein guter Ersatz (halten ca 4-6 Monate nach Anbruch) und im Drogeriemarkt für unter 4 Euro für 8 Stück zu haben.

Sie hat keinen Ausschalter! Der Belichtungsmesser wird durch das Abdecken der CDS-Messzelle mit dem Objektivdeckel abgeschaltet. Vergisst man das, so ist die Batterie recht fix leer. Vergisst man aber den Deckel abzunehmen, so werden die Bilder schwarz.

Sep

24

Posted by : krohmie | On : 24.9.2010

Ich gebe es zu:

Eigentlich hatte ich Mitte letzten Jahres dem Analogen nach einem Techtelmechtel mit der wunderschönen Yashica Lynx und einer Kiev 4M endgültig abgeschworen. Die Olympus Pen war die tragbare Alternative zur grossen DSLR und das µFT-System hatte (und hat) mich überzeugt.

Doch irgendwo hat mich die Sehnsucht nach einer Messucherkamera nicht losgelassen. Das fotografieren mit einem Sucher ist eben doch etwas anderes als mit einem Display und Live View, wie bei der Pen. Und so kam es, das ich als lichtstarkes Portraitobjektiv für die Pen ein extrem günstiges, etwas angeschlagenes aber funktionierendes Leica Summicron-M rigid 50mm 2,0 aus dem Jahre 1962 ersteigerte. Der Leica M auf µFT Adapter aus China braucht aber gute 3 Wochen und schwups war die Entschuldigung für den Kamerakauf gefunden. Ganz fix wurde durch den Tipp eines Mitforenten im DSLR-Forum  eine günstige funktionierende Leica CL gefunden und mit dem Summicron vermählt.

Leica Cl mit Summicron-M rigid 2,0 50mm
Ein schönes Paar: Die Leica CL mit rigid Summicron-M 2,0 50mm

Leica CL? Was ist denn das?

In der Regel kennt man von Leica die Messucherkameras des M-Systems und vielleicht noch das leider eingestellte R-Spiegelreflexsystem. Die Leica CL ist sozusagen eine kleine M. Sie hat den gleichen Objektivanschluss wie das M-System und man kann auch sehr viele M-Objektive an der Leica CL verwenden. Ausgenommen sind Objektive mit Sucherbrille, einige Exoten mit sehr grosser Hinterlinse und Objektive die weiter als 16mm ins Gehäuse ragen, weil sich dort bei der Leica CL der Schwenkarm mit der Belichtungsmesszelle befindet.

Sie lesen richtig:
Die Leica CL hat, wie ihre grosse gleichalte Schwester M5 einen eingebauten Belichtungsmesser. Bis zur 1971 eingeführten M5 gab es das nämlich bei Leica nicht, bei der japanischen Konkurenz allerdings schon. Da mit dem Spiegelreflex Boom der ausgehenden 60ger und der beginnenden 70ger Jahre die Absätze der M Kameras nicht nur schwächelten, sondern massiv einbrachen suchte man bei Leica nach einer Lösung für dieses Problem. Hinzu kamen die günstigen japanischen Messucherkameras mit festem Objektiv, die den Markt bevölkerten. Die von Leica gewählte Lösung war eine kleine, günstige (gemessen an einer M) und leichte Messsucherkamera die fast alles bot, was die grosse M kann. Das wurde die Leica CL  – die Bildzeitung würde heute sagen die Volksleica. Wie jede Leica bewegte sie sich zwar im Preissegment der Wohlbetuchten, war aber doch erheblich günstiger als eine Leica M. Aus Kostengründen wurde sie bei Minolta gefertigt (und von Minolta parallel als Minolta CL vertrieben). Verkauft wurde die Leica CL von 1973 bis 1976 in ca. 65.000 Stück und sie war für Leica kein Erfolg, wohl auch weil sie der M5 die Kunden wegnahm (diese brachte es nur auf 27.000 Stück von 1971-1975).

Leica CL
Leica CL aus dem Jahr 1974 – eine zeitlose Schönheit

Was bietet nun die Leica CL, …

… sie ist bis heute die kleinste und leichteste Leica mit Wechselobjektiven.
… sie bietet TTL Belichtungsmessung als Spotmessung (etwa Grösse des Mischbildfeldes im Messucher) mittels einer schwenkbaren CDS-Zelle direkt vor der Filmebene.
… sie hat einen grossen hellen Sucher mit Rahmen für 40, 50 und 90mm Brennweite. 35mm Brennweite entsprechen etwas dem komplettem Sucher und sind so auch ohne Aufstecksucher nutzbar.
… sie hat einen hellen sehr gut sichtbaren Mischbild Entfernungsmesser mit sauber definierten Kanten.
… sie hat einen vertikalen Tuchschlitzverschluss mit Verschlusszeiten mit von 1/2 bis 1/1000stel Sekunde, die im Sucher eingespiegelt werden und stufenlos verstellbar sind. Dieser Verschluss ist zwar nicht so leise wie der Verschluss eienr M-Leica, aber doch wesentlich leiser als der Mechanismus einer SLR.
… sie hat eine abnehmbare Rückwand zum halbwegs bequemen Filmeinlegen. Das Scharnier an der Seite haben die Leica Konstrukteure weiter der Konkurenz überlassen. Ich bin dafür insofern dankbar, das es deshalb bei der CL keine Probleme mit auseinanderfallenden teerigen Lichtdichtungen gibt, weil diese konstruktiv bedingt nicht vorhanden sind..

Doch nun zum Negativem:

Ein Schwachpunkt der CL ist eindeutig die Belichtungsmessung. Oft gibt die Verkabelung des Schwenkarmes auf dem die Messzelle sitzt im Laufe der Jahre nach. Auch die verbauten CDS Messzellen sind nach mehr als 30 Jahren oft schon weit jenseits ihrer Lebendauer.

Die verwendeten PX625 Quecksilberbatterien mit 1,35 Volt sind in Europa legal nicht mehr zu bekommen (Alkalizellen geben falsche Werte), eine Abhilfe können hier Weincell MRB 625 Hörgerätebatterien schaffen (selten und teuer) oder man beschafft sich für ca. 10 Euro in der Bucht einen Batterieadapter, dann passen die weit verbreiteten 675er Hörgerätebatterien (< 2,-€/Stück). Hier sollte man darauf achten, das man Zink-Luft-Batterien erwischt, da nur diese spannungskonstant sind. Nachteil der Zink-Luft-Batterien ist, das deren kurze in Monaten bemessene  Lebensdauer mit dem Entsiegeln beginnt. Es reicht übrigens, wenn man nur einen Teil der Belüftungöffnungen der Batterie entsiegelt (dann lebt diese länger), da die CDS Zelle wahrlich nicht viel Strom braucht.

Ach so: Und bitte die Batterie rechtzeitig beim Filmwechsel mit wechseln, ein Batteriewechsel bei eingelegtem Film ist nämlich nicht möglich, weil dazu die Rückwand abgenommen werden muss.

Immerhin lässt sich eine CL mit defekter Belichtungsmessung noch problemlos verwenden, da der ganze Rest vollmechanisch ist. Natürlich mit den üblichen Problemen mechanischer Kameras wie hängende Verschlussvorhänge oder auch Löcher im Verschluss, wenn die CL mit Objektiv auf unendlich mal zulange in der Sonne lag. Die frühen Kunstoff Filmspulen verlieren gerne mal ihre Zähne (später CLs habe eine Messingspule). Manchmal löst sich auch die Verspiegelung des Prismas im Messucher .

Wo wir beim Messucher sind: Aufgrund der Kleinheit der CL ist die Messucherbasis kleiner, darunter leidet auch die Genauigkeit des Messuchers, so das lichtstarke Objektive (Blendenzahl < 2,0 besonders Teleobjektive) im Nahbereich (<1,5 m) nicht mehr präzise scharfgestellt werden können. Andere Optiken, wie das Summicron 2/90mm decken teilweise das Sucherbild ab.

Mein Exemplar ist glücklicherweise bislang von all diesen Wehwehchen verschont geblieben und hat nur ein paar minimale Macken im Lack.

Zum fotografieren mit der CL:

Auch wenn sie bei Minolta gefertigt wurde, so ist die CL doch eine echte Leica. Alles wirkt gut und solide verarbeitet, wenn auch nicht ganz so aus dem Vollem gefräst, wie bei einer Leica M.

Der Messsucher ist sehr hell und auch für mich als Brillenträger gut zu übersehen (dagegen war der Sucher meiner Yashica Lynx  ein Guckloch).  Beim prallen Sonnenlicht von vorne ist der Sucher etwas streulichtempfindlich, man kann aber trotzdem noch alle gut erkennen. Die Entfernungseinstellung am Objektiv ist wesentlich angenehmer als die Rädchen-Einstellerei bei der Contax Kopie Kiev 4m, welche ich einmal besass.

Die Kamera liegt ergonomisch sehr gut in der Hand, mit den Fingern der linken Hand kann man gut am Pin des Objektives die Entfernung einstellen, während man mit dem rechten Zeigefinger am Rad vorne auf der Kamera die Belichtungszeit verstellt.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Nachführbelichtungsmessung allerdings doch, weil sie falschherum geht (Leica Logik?). Wenn die Nadel über der mittleren Markierung steht, heisst das Unterbelichtung, nicht Überbelichtung wie es naheliegend wäre.

Der Belichtungsmesser tut übrigens nur wenn …
… ein Objektiv angesetzt ist.
… der Film transportiert und der Verschluss gespannt ist (und das Messärmchen wieder hochgeklappt ist).
… und der Schnellspannhebel leicht aus der Ruhestellung bewegt wird (er ist der Ein- und Ausschalter).

Und bitte nicht vergessen: Man hat eine Spotmessung, gemessen wird bei 90mm etwa das Mischbildfeld, bei 40mm Brennweite etwa die doppelte Fläche des Mischbildfeldes. Hier entscheidet also der Fotograf, ob er richtig misst, nicht die Kamera per elektronischer Matrixmessung.

Anbei noch einige Links zur Leica CL:

Leica CL bei Peter Lausch
Leica CL die Volkskamera Essay (englisch)
Bedienungsanleitung Leica CL (mit Freigabe von Leica)
Tipps zum Checken einer CL (englisch)

PS: Auch Elmar ist wieder da, bzw. sein Bruder. Günstigst fand ich noch ein 90ger Elmar 4,0 M39 von 1952 mit leider ziemlich verputzter Frontlinse, welches nun mit Adapter seinen Dienst auch an der CL tut.

PPS: Bilder aus der Kamera folgen, wenn das Labor den ersten Film entwickelt und gescannt hat.

Nachtrag: Die kleine CL hat mich mittlerweile wieder verlassen. Aber nur weil die Messucherkrankheit noch heftiger zugeschlagen hat und sie neben der M8 nur noch ein Nischendasein fristetete. Im Vergleich zur M8 war sie allerdings klein und handlich und durchaus ergonomisch sehr gut (bis auf das Filmwechseln).

Nachtrag 2: Nachdem ich mittlerweile bei der M9 gelandet bin muß ich feststellen:
Die Leica Cl war keine Therapie für den Messsuchervirus, sondern eher eine Einstiegsdroge. Gäbe es sie in digitaler Form, so würde ich sie heute sofort kaufen, da ich das grosse Gehäuse einer „erwachsenen“ Leica M eigentlich nicht brauche.

Nov

28

Posted by : krohmie | On : 28.11.2009

Obiges Bläserseptett veranstaltete heute abend in der evangelsich methodistischen Kirche in Kirchheim/Teck ein kleines Konzert. Anbei einige Eindrücke dieser optisch und akustisch eindrucksvollen Veranstaltung.

Brass+Songs01Der gut gefüllte Gemeindesaal während des Konzerts.

Brass+Songs02Da wurde in die Tasten gegriffen …

Brass+Songs03… gesungen und …

Brass+Songs04 … und trompetet.

Brass+Songs06Die Tuba durfte natürlich auch nicht fehlen.

Brass+Songs05 Fazit: Eine gelungene Veranstaltung zum 1. Advent.

Alle Bilder entstanden mit der Olympus E-P1 Pen und dem Panasonic Pancake 20mm 1,7 bei Offenblende.